Herbstausflug der Männerturner des STV Oberägeri

Foto von Albert Bienz

Besuch der einstigen grossen Industriestadt Winterthur – von den Einheimischen liebevoll «Winti» genannt

Der 17. Oktober 2025 meinte es gut mit uns und Ferdi Steiner, der in dieser Stadt einen grossen Teil seines Lebens verbracht und diese Reise für uns organisiert hat. Etwas Nebel aber immer wieder doch auch ein paar Sonnenstrahlen begleiteten uns den ganzen Tag. 17 Männerturner (davon 5 Gäste der Männerriege) machten sich mit Bus und Bahn erwartungsvoll auf den Weg. Ausgerüstet mit einer mehrseitigen Dokumentation, erstellt von der Tochter von Ferdi, konnten wir uns schon vor der Reise gut mit den geschichtlichen Daten der Stadt Winterthur bekannt machen.

Nach Ankunft wanderten wir zum stattlichen Gebäude der Gebr. Volkart, gegründet 1851, und gross geworden im Kolonialwaren Handel, vorab mit Kaffee, und auch heute noch aktiv. Dort besuchten wir eine kleine futuristische Ausstellung und das Café «Coal Mine» mit integrierter Bibliothek. Gleich gings weiter, vorbei am Stadt-Theater zur Villa der Familie Sträuli (Seifenfabrikanten). Dort wartete die Kaffee- und Gipfeli-Pause auf uns. Diese Villa ist heute ein Kulturhaus und die Aktivitäten dort wurden uns durch eine Vertreterin des Kulturvereins erklärt und eine Führung durch die Villa liess uns staunen über die Geschichte dieser Liegenschaft.

So verging die Zeit im Fluge und der Zeitplan wollten wir so gut wie möglich einhalten und nach der Villa Sträuli folgten wir Ferdi durch viele Strassen, Gassen und Winkel der Altstadt wo er uns immer wieder die Geschichte der Stadt näher bringen konnte. Vorbei ging es auch am Denkmal von Jonas Furrer, er war der Erste Bundespräsident der Schweiz nach dem Sonderbundskrieg von 1848. Auch sehr eindrücklich der Besuch der grossen Stadtkirche mit den beiden Türmen. Heute ist die Altstadt eine der grössten autofreien Fussgängerzonen der Schweiz.

Noch fit aber hungrig erreichten wir das Hotel Restaurant Krone, natürlich auch in der Altstadt, eine Liegenschaft erbaut im Jahre 1448, aber natürlich nun in moderner Form und geführt von der Sorrell Hotel-Kette. Nach dem Apéro im Weinkeller genossen wir ein leckeres 3-Gang Menü und die angeregten Tisch-Gespräche bekundeten wohl die Zufriedenheit der Reisenden! 

Schon bald begrüsste uns unsere Tour Guide und drängte zum Aufbruch und so trafen wir  nach kurzer Busfahrt beim Sulzer Areal ein. Die fast 2-stündige Führung durch dieses neugestaltete Areal zeigt welche unglaublichen Veränderungen auf dieser Industriebrache in den letzten 30 Jahren geschehen sind. Nach Lokomotiv-Fabrik, Giesserei, Maschinenfabrik ist das Land heute überbaut mit Wohnungen, Büros, sonstigem stillen Gewerbe und Vielem mehr. Der Denkmalschutz hat dafür gesorgt, dass noch das ursprüngliche Wohnhaus der Familie Sulzer stehen gelassen wurde und die grosse Giesserei-Halle hat man kurzerhand in ihrer ursprünglichen Ausstattung zu einem Parkhaus umfunktioniert. Die Infrastruktur mit den grossen Decken-Kranen etc. wurde aber erhalten. Das ist wohl ein absolut einmaliges Parkhaus in der Schweiz. 

Nun wurde es Zeit dem leiblichen Wohl wieder Aufmerksamkeit zu schenken und mit vielen Eindrücken ausgestattet, verschoben wir uns in die Plan B Lounge und Bar. Die Erfrischungen waren willkommen und bald hiess es aufbrechen und die Heimfahrt antreten. 

Zuhause eingetroffen genossen noch Einige den berühmten «Absacker» in der Vinoro Lounge bei Remo. 

Was noch bleibt ist Ferdi Steiner unseren besten Dank für die Organisation dieser unvergesslichen Reise auszusprechen. Still im Hintergrund haben natürlich auch noch die beiden MG-Co-Riegenleiter Paul und Röbi, mit Unterstützung, wie immer von Albert Bienz, mitgearbeitet. Auch ihnen vielen Dank.

Kaum erwarten können wir das nächste Jahr – wo wird uns die Reise wohl dann hinführen? 

Text: Robert Schärer 

Foto von Marcel Vock